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Große Monstera-Arten Liste: Die schönsten Varianten im Überblick

Monstera-Arten im Überblick: Von deliciosa bis siltepecana — welche Art zu deinem Standort passt und was die Varianten wirklich unterscheidet.

Wer einmal von Monstera-Arten fasziniert ist, hört selten bei einer auf. Die Gattung umfasst je nach Zählweise über 50 anerkannte Spezies — von der allgegenwärtigen Monstera deliciosa mit ihren ikonischen Löchern bis hin zu kaum bekannten Kletterern, die selbst in Pflanzensammlungen eine Rarität sind. Diese Monstera-Arten-Liste gibt dir einen ehrlichen Überblick: Welche Varianten sind für die Fensterbank zuhause geeignet, welche brauchen mehr Platz oder mehr Geduld, und was unterscheidet die einzelnen Arten wirklich?

Die Faszination Fensterblatt: Warum eine Monstera-Arten-Liste unverzichtbar ist

Monsteras gehören zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Ihr auffälligstes Merkmal — die gefensterten oder geschlitzten Blätter — hat ihnen den deutschen Namen „Fensterblatt" eingebracht. Doch nicht alle Monstera-Arten sehen gleich aus. Manche bilden riesige, tief eingeschnittene Blätter, andere bleiben kleinblättrig und filigran, und wieder andere zeigen samtartige, unverlochte Blätter in jungem Zustand.

Warum lohnt sich eine strukturierte Monstera-Arten-Übersicht? Weil die Pflege von Art zu Art merklich abweicht. Eine Monstera deliciosa, die im Wohnzimmer zur imposanten Zimmerpflanze heranwächst, braucht andere Bedingungen als eine Monstera adansonii, die lieber als Hängepflanze in einem mittelhellen Regal hängt. Wer das von Beginn an weiß, spart sich viele Misserfolge.

Für alle, die sich tiefer mit der Pflege von Monsteras beschäftigen möchten, empfehle ich auch den Beitrag über Wie man eine Monstera richtig pflegt — dort findest du Gieß-, Düng- und Standorthinweise, die für die meisten Arten dieser Gattung gelten.

Klassiker und Riesen: Monstera deliciosa und ihre Verwandten

Die Monstera deliciosa ist der unbestrittene Star unter den Fensterblättern. Ausgewachsene Exemplare entwickeln Blätter, die locker 60–90 cm Durchmesser erreichen können, mit tiefen Einschnitten und den charakteristischen Löchern (Fenestration). Im Freiland kann sie bis zu 20 Meter hoch klettern, als Zimmerpflanze bleibt sie bescheidener — aber auch hier solltest du mittel- bis langfristig mit einem Platzbedarf von mindestens 1,5 × 1,5 Metern rechnen.

Eng verwandt, aber oft verwechselt ist die Monstera borsigiana (botanisch umstritten, von manchen als Unterart der deliciosa geführt). Sie wächst kompakter und schneller, die Blätter bleiben etwas kleiner und die Geniculation — das wellige Kissen zwischen Blattstiel und Blattfläche — fehlt ihr. Wer weniger Platz hat, greift oft zur Borsigiana.

Die Monstera deliciosa ‘Thai Constellation’ ist eine Kultivararietät mit cremig-weißen bis gelblichen Sprenkelungen auf dem Grün. Sie wächst langsamer als die Grundart und verlangt etwas mehr diffuses Licht, damit die variegierten Blattanteile erhalten bleiben. Im Gegensatz zur Monstera deliciosa Variegata (die echte Albovariegata) ist die Thai Constellation durch Gewebekultur reproduzierbar — das hält den Preis stabiler.

Ebenfalls in diese Gruppe gehört die Monstera pinnatipartita, deren Blätter nicht gelocht, sondern tief gefiedert sind — ähnlich einer Palme. Sie ist anspruchslos in der Pflege, aber langsamer im Wuchs und in deutschen Gärtnereien selten zu finden.

Tipps für den idealen Wohnzimmerstandort der Monstera deliciosa findest du im Beitrag Monstera Deliciosa im Wohnzimmer: Tipps für den idealen Standort.

Filigrane Kletterkünstler: Monstera adansonii und Siltepecana im Porträt

Diese beiden Arten stehen stellvertretend für die kleinen, kletterfähigen Monsteras, die sich als Hängepflanze ebenso gut machen wie an einem Moosstab.

Monstera adansonii — die Schweizer-Käse-Pflanze

Die Monstera adansonii ist nach der deliciosa wohl die bekannteste Art. Ihre herzförmigen bis ovalen Blätter sind von zahlreichen ovalen Löchern durchzogen, die ihr den Spitznamen „Schweizer-Käse-Pflanze" eingebracht haben. Mit einer Blattlänge von 15–30 cm bleibt sie deutlich kompakter als ihre große Schwester.

Als Monstera-Hängepflanze ist sie ideal: Die langen Triebe fallen elegant über den Topfrand oder klettern dankbar an einer Rankhilfe hoch. Sie kommt mit weniger Licht aus als die deliciosa, verträgt aber keinen tiefen Schatten. Ein Ost- oder Westfenster ohne direkte Mittagssonne trifft ihren Geschmack.

Monstera siltepecana — das Samtblatt unter den Kletterern

Die Monstera siltepecana ist in jungem Zustand kaum als Monstera erkennbar: Die Blätter sind unverlocht, silbrig-grün gemustert und leicht samtig. Erst im Erwachsenenstadium — wenn die Pflanze an einem Moosstab hochklettert — entwickeln sich die Löcher. Dieses Phänomen nennt man botanisch Heterophyllie.

In der Wohnung bleibt sie oft in der juvenilen Phase, wenn kein Kletterstab geboten wird. Das ist kein Problem, macht aber die Bestimmung schwieriger — weshalb sie immer wieder als andere Art verkauft wird. Sie verträgt etwas trockenere Luft als viele tropische Zimmerpflanzen, was sie für Wohnzimmer mit Heizungsluft interessant macht.

Für das richtige Substrat beider Arten gilt: locker, gut drainierend, leicht humos. Mehr dazu im Artikel Das richtige Substrat für gesunde Zimmerpflanzen.

Die Exoten: Seltene Monstera-Arten und bunte Variegata-Schönheiten

Neben den bekannten Arten gibt es eine Reihe von Monsteras, die Sammlerherzen höherschlagen lassen — entweder wegen ihrer ungewöhnlichen Blattform oder wegen ihrer Seltenheit.

Monstera obliqua — das Missverständnis der Szene

Die Monstera obliqua gilt als eine der seltensten Monsteras überhaupt. Ihre Blätter bestehen im Erwachsenenstadium zu bis zu 90 % aus Löchern — mehr Loch als Blatt. Was im Handel unter diesem Namen verkauft wird, ist jedoch fast immer eine Monstera adansonii. Die echte obliqua ist so selten, dass selbst botanische Gärten selten ein Exemplar besitzen.

Monstera dubia — Mini-Kletterer mit Muster

Die Monstera dubia wächst eng an Baumrinde entlang und klebt dort mit flachen, silbrig gemusterten Blättern förmlich fest. Im juvenilen Stadium sieht sie aus wie eine Aroid-Tapete. Liebhaber nennen sie „Shingle Plant", weil die Blätter überlappend wie Dachschindeln am Träger anliegen. Für die Wohnung braucht sie eine vertikale Kork- oder Holzplatte als Kletterhilfe.

Bunte Monsteras: Variegata und Thai Constellation

Variegierte Monsteras — also solche mit weißen, cremefarbenen oder gelben Blattanteilen — sind die teuersten Pflanzen dieser Gattung. Eine Monstera deliciosa Albovariegata mit hohem Weißanteil kann im Handel zwischen 80 und 500 Euro kosten, für Einzelblätter mit Speckle-Muster werden teils noch höhere Preise gezahlt.

Der Grund: Variegate entstehen durch eine Mutation im Chlorophyllstoffwechsel und lassen sich nur durch Stecklinge von der Mutterpflanze reproduzieren. Wer eine kaufen möchte, sollte auf seriöse Anbieter achten und das Blattmuster genau vergleichen — viel weißes Gewebe bedeutet weniger Photosynthese und langsameres Wachstum.

Aktuelle Preisinformationen zur Monstera deliciosa findest du im Beitrag Monstera Deliciosa: Was kostet die Trendpflanze aktuell?

Preisrange variegierter Monsteras (2024–2025)

  • M. deliciosa Albovariegata (Steckling): 40–200 €
  • M. deliciosa Thai Constellation (Jungpflanze): 25–80 €
  • M. adansonii Variegata: 60–250 €
  • M. obliqua (wenn echt): 300–1000 €+

Kaufberatung: Welche Monstera-Art passt zu deinem Standort?

Die schönste Pflanze bringt wenig, wenn der Standort zuhause nicht zu ihr passt. Hier eine ehrliche Übersicht der wichtigsten Monstera-Arten aus der Liste mit ihren Ansprüchen:

Für helle bis mittelhellle Standorte (kein direktes Sonnenlicht)

Die Monstera deliciosa und die Monstera borsigiana sind die robustesten Kandidaten. Sie tolerieren leichte Schwankungen bei Licht und Feuchtigkeit, wachsen aktiv von Frühjahr bis Herbst und verzeihen ein vergessenes Gießen hin und wieder. Für Anfänger die beste Wahl.

Für Hängeampeln und Regale

Die Monstera adansonii ist als Hängepflanze kaum zu übertreffen. Ihre langen Triebe wachsen schnell, die kompakten Blätter wirken dekorativ ohne zu dominieren. Alternativ taugt die Monstera siltepecana in ihrem juvenilen Zustand ebenfalls hervorragend für Hängeampeln — die silbrige Blattzeichnung ist ein Blickfang.

Für dunklere Ecken

Keine Monstera liebt echten Schatten, aber die Monstera adansonii und die Monstera siltepecana kommen noch am besten mit wenig Licht aus. Unter 500 Lux sollte es allerdings für keine Art dauerhaft sein.

Für erfahrene Pflanzenhalter

Wer schon Erfahrung mit Tropenpflanzen hat, kann sich an der Monstera dubia, der Monstera pinnatipartita oder einer variegierten Form versuchen. Diese Arten reagieren empfindlicher auf Staunässe, brauchen höhere Luftfeuchtigkeit (idealerweise 60–70 %) und verlangen nach einem angepassten Substrat.

Schnelle Entscheidungshilfe nach Standort

ArtLichtbedarfWuchsSchwierigkeitsgrad
M. deliciosamittel–hellgroß, aufrechteinfach
M. borsigianamittel–hellmittel, schnelleinfach
M. adansoniimittelrankend/hängendeinfach
M. siltepecanamittelrankendmittel
M. pinnatipartitamittel–hellaufrecht, langsammittel
M. dubiamittelkriechendanspruchsvoll
M. Thai Constellationhellmittel, langsammittel
M. Albovariegatahelllangsamanspruchsvoll

Letztlich ist die Wahl der richtigen Monstera-Art weniger eine Frage des Geschmacks als eine Frage des ehrlichen Blicks auf die eigene Wohnsituation. Ein Nordfenster ohne Kunstlicht ist kein guter Startpunkt für eine Albovariegata — wohl aber für eine robuste adansonii, die in solchen Verhältnissen oft besser gedeiht als erwartet.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Monstera-Arten gibt es?
Die Gattung Monstera umfasst über 50 anerkannte Arten. Die bekanntesten für die Zimmerhaltung sind Monstera deliciosa, Monstera borsigiana, Monstera adansonii, Monstera siltepecana, Monstera obliqua, Monstera dubia und Monstera pinnatipartita. Variegierte Formen wie die Thai Constellation oder Albovariegata sind Kultivarsorten der deliciosa.
Welche Monstera ist am seltensten?
Die Monstera obliqua gilt als eine der seltensten Arten der Gattung — sie besteht im Erwachsenenstadium zu bis zu 90 % aus Löchern und ist selbst in botanischen Gärten kaum zu finden. Im Handel wird unter diesem Namen fast immer die deutlich häufigere Monstera adansonii verkauft.
Wie unterscheide ich Monstera deliciosa und Borsigiana?
Der sicherste Unterschied liegt in der sogenannten Geniculation: Monstera deliciosa hat am Übergang zwischen Blattstiel und Blattfläche ein kleines, gewelltes Polster. Bei der Borsigiana fehlt dieses Merkmal. Zudem wächst die Borsigiana schneller und ihre Blätter bleiben im Durchschnitt kleiner.
Welche Monstera eignet sich als Hängepflanze?
Monstera adansonii ist die klassische Wahl als Hängepflanze — ihre Triebe wachsen schnell und fallen elegant über Topfränder. Auch Monstera siltepecana in ihrem juvenilen Zustand mit silbrig gemustertem Laub eignet sich gut für Hängeampeln und Regale.
Sind alle Monstera-Arten giftig für Haustiere?
Ja, alle bekannten Monstera-Arten enthalten Calciumoxalatkristalle, die bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren beim Kauen Reizungen im Mund, Speichelfluss und Erbrechen verursachen können. Monsteras sollten deshalb immer so aufgestellt werden, dass Tiere und Kleinkinder keinen Zugang zu den Blättern haben.