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Um
Kakteen
erfolgreich zu kultivieren sind einige
grundlegende Voraussetzungen zu beachten
Standorte:
Kakteen benötigen einen
möglichst hellen, sonnigen Stand an einem Südost-,
Süd-
oder Südwestfenster. Noch idealer ist natürlich ein
Aufenthalt im Freien während der Wachstumsphase, etwa auf der
Außenfensterbank, dem Balkon, der Terrasse oder im Garten.
Stehen
die Kakteen im Freien ist darauf zu achten, das sie in einer
Schlechtwetterperiode vor zu viel Regen geschützt werden, also
immer wieder die Erde zwischendurch trocknen kann!
Steht ein Gewächshaus zur Verfügung, kann man hier
seinen
Kakteen optimale Bedingungen bieten. Wichtig ist hierbei vor allem,
dass genügend Lüftungsöffnungen vorhanden
sind, denn
sonst heizt sich das Gewächshaus bei Sonnenschein sehr schnell
auf
Temperaturen von über 45-50°C auf. Je kleiner das
Haus
ist,
umso eher werden diese auch für Kakteen gar nicht mehr
günstigen Temperaturen ereicht.
Während der Ruheperiode sollten die Kakteen kühler
und
bis auf einige Ausnahmen unbedingt trocken überwintern, z.B.
im Schlafzimmer,
Treppenhaus,
Keller oder frostfreiem Gewächshaus.
Sommerstandort
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Winterquartier
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geeignete
Arten |
| schattig,
Juni-Sept. auch im Freien |
hell etwas feucht
bei
12-18°C |
Rhipsalidopsis,
Schlumberga (Oster- und
Weihnachtskakteen),
Selenicereus, und andere Blattkakteen |
| halbschattig,
Juni-Sept. auch im Freien |
hell trocken
bei
5-12°C
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Echinofossulocacteen,
Gymnocalycium, Notocactus |
| vollsonnig,
Juni-Sept. auch im Freien |
hell
trocken
bei
2-10°C
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Coryphantha,
Echinocereus, Echinopsis, Lobivia,
einige
Mammillarien, Opuntia, Oroya, Parodia, Rebutia, Sulcorebutia |
| vollsonnig,
Juni-Sept. auch im Freien |
hell
trocken
bei
10-15°C |
Astrophytum,
Cereusarten, Ferocactus,
Mammillaria,
Thelocactus, Turbinicarpus |
| sonnig
und
warm, feuchter als andere Arten |
hell
etwas feucht
um
15-18°C |
Melocactus,
Discocactus, Uebelmannia |
Substrate:
Kakteenerde sollte locker und gut wasserdurchlässig sein.
Handelsübliche Kakteenerde aus dem Baumarkt oder Gartencenter
eignet sich meistens nur für Blattkakteen.
Da der Humus- bzw. Torfanteil in diesen Erden sehr hoch ist, besteht
die Gefahr , dass die Erde nicht schnell genug abtrocknet, was
bei Kakteen oft zu Wurzelfäule führt.
Oftmals verfault
dadurch die ganze Pflanze. Der Großteil an eingegangenen
Kakteen
wurde von Ihren Pflegern "totgegossen".
Für die meisten Kakteen eignet sich handelsübliche
Kakteenerde, die man mit ca.30% gewaschenem feinem Kies
(Körnung
2-3mm) z.B. Aquarienkies aufbessert.
Als Zugabe eignen sich außerdem Lava, Bims, Ziegelsplitt
(zerstoßene Tontöpfe oder Ziegelsteine),
Blähtonbruch
(aus der Hydrokultur), Perlite, Blähschiefer,
Seramis (in
kleinen Mengen) und viele andere mineralische Stoffe, sofern sie nicht
alkalisch reagieren (Kalksteine sind daher z.B. ungeeignet).
Für Kakteen, die in der Heimat auf rein mineralischen Erden
vorkommen, ist der Anteil handelsüblicher Kakteenerde auf
höchstens 20% zu reduzieren. Am besten eignen sich hier rein
mineralische Spezialsubstrate wie sie von Kakteenhändlern
(siehe
unter Bezugsquellen) oder auch auf Kakteenbörsen
angeboten werden.
Wassergaben:
Hier kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Ab Mitte Mai (im
Gewächshaus durch die eher ansteigenden Temperaturen auch
schon ab
März) kann man mit vorsichtigem Nebeln unter geringen, sich
steigernden Wassergaben anfangen, die Kakteen
regelmäßig zu
gießen. Man achte darauf, dass die Erde, wie unter Substrate
bereits erwähnt, immer wieder abtrocknen sollte. Kakteen mit
Rübenwurzeln sollten immer erst dann gegossen werden, wenn die
Erde völlig trocken ist.
In der Wachstumsphase sollte man auch mit einem Kakteendünger
alle
drei bis vier Wochen düngen.
Im September verringert man die Wassergaben und
spätestens Ende Oktober stellt man sie ganz ein, um
die Pflanze auf die folgende
Winterruhe einzustimmen. Dies ist bei den meisten Kakteen wichtig,
damit sie wieder Knospen zum Blühen im folgenden Jahr anlegen.
Wenn
Sie diese grundlegenden Pflegehinweise beherzigen, werden Ihre Kakteen
Ihnen das durch einen reichlichen Blütenansatz danken.
Literatur:
Für weitergehende Informationen empfiehlt sich
für den
interessierten Kakteenliebhaber die einschlägige
Kakteenliteratur.
Für Anfänger kann ich folgende Bücher
empfehlen.:
Das
BLV Kakteen-Buch Elisabeth
Manke
1989. 160 S., 284 Farbf, 2 farbige Zeichnungen, geb.
ISBN 3-405-15482-0 12,95€
Kakteen
Gerhard
Gröner,Erich Götz 7.Aufl.
2000. 340 S., 460 Farbf., 12 sw-Fotos,
50 Zeichnungen, geb.
ISBN 3-8001-6674-7 39,90
€
Kakteen
Hans-Friedrich
Haage. Sonderausgabe 2002. 160 S., 31 Farbf. a. Tafeln,
245 sw-Zeichnungen, geb.
ISBN 3-8001-4191-4
9,90
€
Kakteen
Ewald
Kleiner
2004. 96 S.120 Farbf
Broschur
ISBN 3-440-08056-0
7,95€
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