Diese
interessanten Kakteen wurden erst 2001 entdeckt und 2003 als
Digitostigma caput-medusae beschrieben.
Leider ist aber sowohl der Gattungs- als auch der Artname aus
formaljuristischen Gründen ungültig.
Die Beschreibung von David Hunt als Astrophytum caput-medusae
ist derzeit daher die einzig
gültige.
Wegen der für die Gattung Astrophytum charakteristischen Flocken, einem
sehr
ähnlichen Blütenbau und der gemeinsamen mützenförmigen Samen ist diese
Zuordnung zwar nachvollziehbar aber nicht unumstritten.
Wegen des für Astrophytum völlig abnormen Körperbaus sind hier aber
wohl begründete Zweifel angebracht.
Das Aussehen von Astrophytum caput-medusae wird
geprägt durch lange Warzen mit zweigeteilten Areolen die an der
Warzenspitze 0 bia 4 kurze feine Dornen haben können, und ca 1,5 bis 4,5 cm von
der Spitze entfernt ihre Knospen bilden.
Der
oberirdische Körper hat eine sehr kurze Basis aus der die
Warzen
entstehen. Astrophytum caput-medusae besitzt aber eine große,
unterirdische Pfahlwurzel.
Der Fundort ist in Mexiko im Norden des
Bundesstaates Nuevo Leon, in Trockengebüsch, wo der Habitus
hervorragend getarnt ist, auf ca 100 bis 200 m Höhe. Genauere
Angaben werden aus Gründen des Pflanzenschutzes geheimgehalten.
Deshalb kann man diese Pflanzen nur aus Kultur, vorwiegend als
Pfröpflinge oder Samen erwerben.
Sie sind immer noch sehr begehrt aber durch die vielen
erfolgreichen Nachzuchten keine große Seltenheit mehr in den Sammlungen
und werden bei eBay oft angeboten.
Das Substrat sollte mineralisch sein und über ein gute Drainage
verfügen.
Aufgrund des Vorkommens in wasserarmer Region, bedarf es
zur
Pflege des Astrophytums nur geringer Wassergaben. Am Standort ist von Juli
bis September die Hauptregenzeit, deshalb vielleicht im Sommer etwas feuchter halten. Man sollte aber nach dem Motto vorgehen „weniger ist mehr“, bevor man durch zu eifriges Giessen, das
Verfaulen der Wurzel riskiert.
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